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Die Mitglieder der Geschäftsführung des EOS Konzerns blicken auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2015/16 zurück. Sie erläutern ihre Strategien sowie die Entwicklung des Konzerns in den verschiedenen Regionen.

Hans-Werner Scherer, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe

In der Geschäftsführung haben wir uns sehr über die herausragende Entwicklung des EOS Konzerns im Berichtsjahr 2015/16 gefreut. Mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) von 181,4 Millionen Euro ist es uns gelungen, den Vorjahreswert deutlich zu übertreffen. Dieser Erfolg ist unserer konsequenten Fokussierung auf das Kerngeschäft zu verdanken – qualitativ hochwertige Dienstleistungen im Bereich Forderungsmanagement. So profitieren wir beispielsweise von Erfahrungen aus dem erfolgreichen deutschen Markt für immobilienbesicherten Forderungskauf: Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben wir dieses Geschäftsfeld international ausgeweitet.

Im Zuge unserer Strategie einer gesunden Konsolidierung konzentrieren wir uns weiterhin auf erfolgversprechende Länder wie Frankreich und die Schweiz. Aus Märkten, die unsere Erwartungen lang­fristig nicht erfüllen, ziehen wir uns zurück. So haben wir entschieden, die Anteile an EOS Hoepers in Brasilien zu verkaufen. Den Rückzug aus Asien hatten wir bereits 2014/15 beschlossen und werden ihn im laufenden Geschäftsjahr vollziehen. Unser Ziel bleibt es, in allen etablierten Märkten eine Top-3-Position zu halten oder zu erreichen.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Im Geschäftsjahr 2015/16 stiegen die Umsätze in den Regionen Deutschland, Westeuropa und Osteuropa deutlich.

Justus Hecking-Veltman, Geschäftsführer der EOS Gruppe und verantwortlich für Finanzen und IT

Im Geschäftsjahr 2015/16 haben wir das bisher höchste Ergebnis der EOS Geschichte erzielt. Die erfreuliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr ist einerseits stark geprägt durch Buchgewinne im Rahmen des Verkaufs unserer Anteile am Wirtschaftsauskunftsdienst Bürgel.

Andererseits haben wir im vergangenen Geschäftsjahr wieder hohe Investitionen in Forderungskäufe getätigt und insbesondere die Produktivität der Forderungsbearbeitung steigern können. Damit haben wir ein solides Fundament für die Zukunft gelegt.

In den nächsten Jahren werden wir die Chancen der Digitalisierung für unser Geschäftsmodell nutzen. Dazu werden wir hohe Investitionen in die grundlegende Erneuerung unserer IT-Systeme tätigen. So sichern wir auch künftig unseren Anspruch, bei Effizienz und Leistungsfähigkeit führend im Wettbewerb zu sein.

Klaus Engberding, Geschäftsführer der EOS Gruppe und zuständig für Deutschland

In Deutschland konnten wir unsere Erwartungen im Geschäftsjahr 2015/16 leicht übertreffen. So haben wir den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent gesteigert.

Unser Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt über dem geplanten sowie auch dem Vorjahresniveau. Dieser Erfolg ist insbesondere mit dem Verkauf der Beteiligung am Wirtschaftsauskunfts-dienst Bürgel zu erklären. Zusätzlich konnten wir unsere Investitionen in Forderungskäufe in Deutschland erneut steigern, insbesondere der Bereich der immobilienbesicherten Forderungen entwickelte sich sehr gut.

Für weiteres Wachstum setzen wir konsequent auf die Vorteile der Digitalisierung. So tätigen wir in Deutschland sehr hohe Investitionen in die Neuentwicklung unserer Inkasso-Software. Mit ihrer Hilfe werden wir unsere Produktivität weiter steigern. So trägt EOS in Deutschland dazu bei, die Erträge des EOS Konzerns auch in Zukunft auf einem hohen Niveau zu halten.

Volumen Forderungskäufe nach Regionen

Das Investitionsvolumen des EOS Konzerns ist in Deutschland und der Region Westeuropa merklich angestiegen.

Dr. Andreas Witzig, Geschäftsführer der EOS Gruppe und zuständig für die Regionen Westeuropa und Nordamerika

In der Region Westeuropa ist es uns gelungen, im zurückliegenden Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 19,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu erzielen. Ein Grund für die sehr starke Entwicklung ist der Kauf des Inkassodienstleisters Alphapay AG in der Schweiz.

Darüber hinaus behaupteten sich die EOS Gesellschaften in Belgien und Frankreich im Geschäftsjahr 2015/16 als führende Anbieter im Forderungskauf. In Portugal haben wir zudem erstmals ein Forderungspaket in einem Land erworben, in dem wir nicht mit einer eigenen Gesellschaft vertreten sind.

In der Region Nordamerika konnten wir das sehr gute Vorjahresniveau bei Umsatz und Ergebnis vor Steuern (EBT) nicht halten. Eine rückläufige Entwicklung beim Forderungsmanagement für staatliche Studentendarlehen und einmalige Aufwendungen waren die wesentlichen Gründe hierfür.

Dr. Helmut Hufnagel, Geschäftsführer der EOS Gruppe und verantwortlich für die Region Osteuropa

In der Region Osteuropa konnten wir uns über einen neuen Rekord freuen: Hier hat EOS das bislang höchste Ergebnisniveau des Geschäftsjahres 2012/13 nochmals leicht übertroffen.

Fast allen Ländern der Region ist es gelungen, sich bei Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan zu verbessern. Insbesondere Rumänien, die Slowakei und Tschechien übertrafen das Vorjahresniveau erfreulich.

Die Slowakei und Rumänien lieferten eine sehr starke Performance bei der Bearbeitung von Forderungsportfolien. In Tschechien haben sich die Treuhand- und Forderungskaufumsätze sehr erfolgreich entwickelt.

Zudem ist uns in der Region der Start in einen neuen Geschäftsbereich gelungen: Im zurückliegenden Berichtsjahr hat EOS dort erstmals in größerem Maßstab immobilienbesicherte Forderungsportfolien gekauft. Das größte Paket dieser Art konnten wir in Polen erwerben.