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SkyToll betreibt in der Slowakei eines der modernsten Lkw-Mautsysteme Europas. Die Kunden sind Speditionen aus zahlreichen Ländern. Daher suchte das Unternehmen einen Dienstleister für internationales Inkasso. EOS KSI in der Slowakei liefert die gewünschten Erfolge.

Wer über die slowakische Wirtschaft spricht, kommt um Autos nicht herum. Mehr als eine Million Pkw liefen 2015 in dem osteuropäischen Land vom Band. Auf VW, PSA Peugeot Citroën und Kia sowie Zulieferbetriebe entfallen 44 Prozent der Industrieproduktion – und ein guter Teil des Schwerlastverkehrs im Land. „Die Zahl der Fuhrunternehmen dürfte aufgrund des wachsenden Automobilsektors weiter ansteigen. Die Slowakei will bis 2020 in den Ausbau des Straßennetzes investieren“, sagt Marek Graňačka, Leiter der Inkassoabteilung von SkyToll. Sein Unternehmen hat das satellitengestützte Lkw-Mautnetz der Slowakei 2010 innerhalb von nur elf Monaten entwickelt und eingeführt.

„Wir sind neben Deutschland in Europa Vorreiter für diese moderne Form der Mauterhebung“, sagt Graňačka. „SkyToll nutzt Satellitensysteme wie das amerikanische GPS, um die Wege der Lkw nachzuverfolgen. Das System funktioniert auch mit dem europäischen Galileo und dem russischen Glonass. So kommen wir ohne teure Mautstationen aus.“ Außerdem lässt sich das Netz einfach erweitern. 2014 beispielsweise dehnte die Slowakei die Gebührenpflicht von Autobahnen auf weitere Routen aus – insgesamt fallen jetzt 17.700 Straßenkilometer darunter. „Seit dem Start haben wir gut 980 Millionen Euro an Maut eingezogen. Mit dem zunehmenden Lkw-Verkehr werden die Einnahmen künftig noch wachsen“, erwartet der SkyToll-Experte.

Minicomputer kommuniziert mit Satelliten

Rund 44.000 Spediteure sind bei SkyToll als Kunden registriert. Wenn deren Fahrer in der Slowakei unterwegs sind, erhalten sie leihweise einen kleinen grauen Kasten, die sogenannte On-board-Unit. Dieser Minicomputer kommuniziert mit den Satelliten und erfasst jeden auf einer Mautstraße gefahrenen Abschnitt. So ermittelt SkyToll präzise die Gebühren für jedes Fahrzeug. „Rechnungen erstellt unser System selbstständig. Sind sie nach 14 Tagen nicht beglichen, versendet es auch die Mahnschreiben“, erklärt Graňačka. Trotz dieses automatisierten Verfahrens wuchs die Zahl der offenen Forderungen über die Jahre. „2013 haben wir beschlossen, einen externen Spezialisten mit der Beitreibung zu beauftragen.“ Konkret ging es um die Gebühren, die fällig werden, wenn Fuhrunternehmer die geliehene On-bord-Unit nach Fahrtende nicht oder defekt zurückgeben.

Die Herausforderung: 70 Prozent der SkyToll-Kunden kommen aus dem Ausland, vor allem aus Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien. Gefragt war daher ein Dienstleister mit Know-how im grenzüberschreitenden Inkasso. Graňačka gab EOS KSI in der Slowakei den Vorzug: „EOS kann als weltweit tätige Unternehmensgruppe langjährige Erfahrungen im internationalen Inkasso vorweisen. Auch preislich hat uns das Angebot überzeugt.“

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Dinge zu verbessern ist für mich ganz normal.
HEDY LAMARR (1914-2000), Hollywood-Star der 1940er-Jahre und Mit-Erfinderin des Frequenzsprung­verfahrens, einer Grundlage unter anderem für Navigationssysteme wie GPS.

Herkulesaufgabe für Cross-border Spezialisten

„2015 haben wir rund 16.500 Fälle von SkyToll übernommen. Sie waren bis zu zwei Jahre alt“, sagt Ľuboš Hrdlovič, Vertriebsmanager bei EOS KSI in der Slowakei. Eine so große Zahl von Daten auf verschiedene Länder zu verteilen, glich einer Herkules­aufgabe. „Ohne die EOS Global Collection Plattform wäre dies kaum zu bewältigen gewesen“, sagt Romina Rosiello. Die Product & Cooperation Managerin beim EOS Cross-border Center in Hamburg koordiniert das internationale Inkassogeschäft von EOS. „Die Plattform leitet die Fälle aus dem Land des Gläubigers automatisch an die EOS Gesellschaft oder ein Partnerunternehmen im Land des Schuldners weiter. Dort treibt unser lokaler Spezialist die Forderungen bei“, erklärt Rosiello. Im Juni 2016 weitete SkyToll die Kooperation sogar noch aus – von sechs auf 15 Länder.

EOS KSI berichtet SkyToll regelmäßig über die Fortschritte. „Zu Monats­beginn informieren wir unseren Kunden ausführlich über den Stand der Bearbeitung. Zudem liefern wir ihm regelmäßige Zahlungsreports“, sagt Hrdlovič. Die Resultate überzeugen: „Die Beitreibungsergebnisse liegen über unseren Erwartungen. Die Quote der erfolgreich abgeschlossenen Fälle ist gestiegen. So erhöht das Outsourcing unsere Liquidität und hilft uns, unsere Bilanz zu bereinigen“, erklärt Graňačka. Und nicht nur die Zahlen stimmen: „EOS versteht, wie wichtig es für uns ist, den guten Ruf, den wir bei unseren Kunden genießen, zu wahren“, so der Leiter der Inkassoabteilung.

Foto oben: Grenzenlos unterwegs: Vertriebs- manager Ľuboš Hrdlovič und EOS KSI setzen Maßstäbe im internationalen Inkasso für SkyToll.